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100
Jahre
Kastinger
Tradition in Bewegung

Traditionsschuhe

Kastinger Schuhe mit langer Tradition. Die von Hermann Kastinger gegründete gleichnamige Marke besteht bereits erfolgreich seit mehr als 100 Jahren. Das hängt nicht zuletzt mit den hohen Qualitätsstandards zusammen. Die Technologien hinter den Kastinger Schuhen werden zudem kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.

Eine zu Beginn sehr traditionelle Fertigung durchlief im Laufe der Jahre eine unglaubliche Entwicklung bis hin zum heutigen, nach modernen Standards hergestellten, Produkt.

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Vom Design zum Schuh – die traditionelle Fertigung

Ein Schuh durchlief bis zur finalen Fertigstellung diverse Stationen. Früher, wie auch heute, begann alles mit einem Design. Das geschah unter anderem in der sogenannten Modell-Abteilung. Hier wurden außerdem Schablonen kreiert, welche in späteren Arbeitsschritten erneut von großer Bedeutung waren. Ein neues Schuh-Modell entstand dabei immer gemäß vorgegebener Grundmodelle, die im Nachhinein eine optimale Passform garantierten. Im nachfolgenden Schritt wurden Leisten erstellt, diese fungierten als Fundament des Schuhs. Die Leisten sind ein Abbild des Fußes, der Schuh wurde bei der Fertigung hierauf aufgebaut.

Je nach Schuh und Herstellungsart ist die nächste Abteilung die Stanzerei. Anhand der bereits erstellten Schablonen konnten die Schaftteile produziert werden. Alle Einzelteile aus der Stanzerei wurden nun in der Stepperei / Näherei miteinander verbunden und vernäht. Abschließend wurde der Schuh in der Montage-Abteilung endmontiert. Hierzu mussten Schaft und Sohle miteinander vernäht bzw. verklebt werden. Die Machart kann hier von Schuh zu Schuh divergieren. Es existieren diverse Verarbeitungsverfahren für die Verbindung zwischen Schaft und Sohle, welche sich mit der Zeit immer weiterentwickelten.

Traditionsschuh

Der traditionelle Kastinger Schuh wurde in der Vergangenheit zwiegenäht, zwei sichtbare Nähte verbinden hierbei Boden und Schaft. Diese Machart garantierte vor allem bei Schuhen für extreme Bedingungen eine optimale Leistungsfähigkeit. Gegenüber der herkömmlichen Rahmennähung, wurde ein Schuh generiert, der als robuster, wasserdichter und widerstandsfähiger galt.

Neue innovative Wege mit der AGO-Machart gehen

Heute setzt Kastinger auf die moderne AGO-Machart (AGO = Another Great Opportunity). Es wird garantiert, dass der fertige Schuh ebenso hohe Qualitätsstandards erfüllt und gleichzeitig leicht und flexibel ist. Diese Methode wurde bereits 1911 in Italien von Dr. F. Rampichini entwickelt und löste die zwiegenähte Verarbeitung weitestgehend ab. Trotz der Verwendung hochwertiger Materialien, welche die Langlebigkeit der Kastinger Schuhe gewährleisten, wird großer Wert auf ein faires Preis-Leistungsverhältnis gelegt.

In Plastikschuhen auf den Mount Everest

Extreme Bedingungen erfordern extremes Schuhwerk. Kastinger hatte schon früh das Privileg diverse Bergexpeditionen auszustatten. Reinhold Messner wählte für seine Sauerstofflose Mount Everest Exkursion 1987 bewusst ein Kastinger Modell, welches nicht aus Leder gefertigt wurde. Zu groß war die Gefahr, dass dieses bei Nässe und Minustemperaturen gefriert. In dem für Messner optimalen Schuh wurde neben dem stark wasserabweisenden Plastik auch Alveolit verarbeitet. Der Schaumstoff weist ideale Dämmeigenschaften auf und ist zudem extrem witterungsbeständig. Der Fuß konnte, dank beider Materialen, erfolgreich vor Erfrierungen geschützt werden. Noch im selben Jahr bezwang Messner den Nanga Parbat ohne zusätzlichen Flaschensauerstoff, ebenfalls in einem Schuh aus dem Hause Kastinger. Im Jahr 1979 bestieg der Extrembergsteiger im Alleingang den K2 und vertraute erneut den Kastinger Produkten.

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Kastinger_Porsche

Der Kastinger Porsche - das Ski-Schuh-Design, das alles veränderte

Das An- und Ausziehen früherer Ski-Schuh Modelle gestaltete sich immer als schwierig und unkomfortabel. Viele Versuche dieses Problem zu lösen scheiterten. Der Maschinenbauingenieur und passionierte Skifahrer Daniel Post nahm sich der Problematik an und weckte das Interesse von Hermann Kastinger. Er übergab nach eigener Vorarbeit einen Designauftrag an Ferry Porsche’s design group (heutiges Studio F.A. Porsche). Der Kastinger Porsche wurde Glasfaserverstärkt und erhielt, zur Unterstützung der Muskeln bei der Abfahrt, Stoßdämpfer. Die Rückseite wurde textilverstärkt, was endlich einen leichteren Ein- und Ausstieg ermöglichte. Leider kam es aus finanziellen Gründen nie zu einer Produktion dieses Modelles. Andere Schuhhersteller ließen sich allerdings von Kastingers neuem Ski-Schuh inspirieren: Ein neuer Design-Trend war geschaffen!

Insiderwissen: Brandsohle

Die Brand-, oder auch Innensohle genannt, ist die zum Fuß hinweisende Schicht des Schuhbodens. Sie bildet das Fundament und sorgt gleichzeitig für Stabilität und Tragekomfort. Vor allem in früheren Jahren war eine aus Leder gefertigte Brandsohle unverzichtbar. Diese Sohle schützt den Fuß auch bei längerem Tragen vor „Brennen“ und Schmerzen.

Kastinger verwendet heutzutage moderne Rohstoffe, welche den gleichen Effekt gewährleisten. Ein Beispiel hierfür ist die innovative K-AST Sohle. Die Adaptive Sohlentechnologie besteht aus mehreren Teilen. Die K-CELL Zwischen- und Einlegesohle der Kastinger Schuhe sorgen für optimale Dämpfung und Elastizität. In der Zwischensohle befindet sich außerdem ein technisch komplexer Führungsstab, für bestmögliche Stabilität und Traktion. Er hindert weder Beweglichkeit noch Flexibilität. Die K-TEX Membran sorgt für Atmungsaktivität, Isolation und fungiert wasserabweisend. Sie besteht wiederum aus 3-lagen Laminat. Die Außensohle entstand in Kooperation mit dem derzeitigen Sohlen-Marktführer Vibram und gibt zusätzlichen Halt. Diese innovative Sohle ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.

Meine Kastinger

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